Training, Spiel und Gemeinschaft
Die Berglandschaft oberhalb der 10 Mile Road ist ideal für unser Quest-Training. Viele kleine Aufstiege mit kurzen flachen Passagen dazwischen, damit sich die Hunde vor der nächsten Steigung kurz erholen können.
Zuoberst eine traumhafte Seenlandschaft, Sümpfe und Sträucher umringt von Millionen schlank gewachsener Schwarztannen. Die anschliessende Abfahrt über eine sandige Waldstrasse ist schonend für die Gelenke der Hunde und abwechslungsreich gewunden, damit sie bei Laune bleiben.
Nach gut 14 Kilometern entschliessen wir uns zur Umkehr. Die Temperatur ist durch die aufsteigende Sonne schnell angestiegen. Guter Dinge erreichen wir unseren Dogyard (Hundezwinger) und werden von den Zuhausegebliebenen von weitem mit einem Heulkonzert empfangen.
Für das andere Hundeteam ist es zu warm geworden. Ich verschiebe das Training auf morgen.
Doch um 16.00 Uhr beginnen meine Fingergelenke beim Putzen und Bereitstellen der Hundetransportbox wieder klamm zu werden. Es muss einiges kälter geworden sein.
Mein kurzer Abstecher an die Hausfassade zum Thermometer bestätigt mir die Vermutung. Ich entschliesse mich kurzerhand den Tagesplan ein drittes Mal zu ändern, informiere Marcel und Gaudenz darüber und mache mich auf den Weg die Harnesse (Zuggeschirre) und alle anderen Utensilien, welche wir für das Training gebrauchen, herzurüsten.
Ständig bereit, sich auf die Hunde und die Situation abzustimmen und alles Geplante wieder zu ändern, werden wir in den folgenden Monaten der Quest-Vorbereitung unseren regelmässigen Tagesablauf hinter unser grosses Ziel stellen und flexibel bleiben müssen.
Es wird immer wieder viel Motivation von allen abverlangt werden, für mich, um auch bei widrigsten Umständen und schlechtem Wetter trotzdem nochmals hinaus zu gehen, für meine Familie, die dauernden Anpassungen an den Tagesablauf, die Warterei oder das Vermissen…
Immer noch sehr guter Dinge freuen wir uns, mehr darüber zu berichten.
Um halb acht Uhr Abends setze ich mich an den Abendtisch und freue mich, die Hunde doch noch gelaufen zu haben. Glücklicherweise war es kalt genug.
Sehr zufrieden mit der Leistung der Hunde, bin ich gespannt auf morgen.
Am Nachmittag lassen wir die Huskys innerhalb unseres Auslaufes für die tägliche Bewegung und das wohlverdiente Spielen frei herum rennen. Für uns eine gute Gelegenheit, den Zusammenhalt innerhalb des Teams zu fördern und unsere Freundschaft zu pflegen.
Morgen können sie die anderen zehn Hunde auf einen Trainingslauf begleiten…

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