Schweizer Illustrierte berichtet vom Rennstart
Die Kälte ist unvorstellbar, die Distanz auch. 1000 Meilen durch Schnee, Eis und Einsamkeit.
Das Yukon Quest ist das härteste Schlittenhunderennen der Welt. Emil Inauen aus Davos GR wagte es. Und machte die Erfahrungen seines Lebens.
Eigentlich müsste man jetzt weinen. Hemmungslos weinen. Vielleicht würde es helfen. Doch Emil sitzt nur da. Hängende Schultern, leerer Blick.
Die Fellmütze in beiden Händen. Dunkler Biber. Gibt besonders warm. Aber das ist jetzt egal. Alles ist egal. Und zum Weinen ist es zu kalt. Minus 47 Grad. Ein sonniger Morgen in der Wildnis Alaskas. Einsam, still und traurig. Der Traum ist ausgeträumt. Das ist das Ende – und das ist die Geschichte:
Emil Inauen ist Berufs-Abenteurer. Einer, ders regelmässig schafft, Familie, Freunde und Sponsoren für seine Grenzerfahrungen zu begeistern. Vergangenen Oktober wandert der 31-jährige Davoser mit seiner Frau Barbara, 33, und den Kindern Naina, 3, und Noe, 1, nach Kanada aus. Whitehorse.
Ein verschlafenes Blockhütten-Nest am Lake Laberge. Zielort des härtesten Schlittenhunderennens der Welt: Das Yukon Quest. 1000 Meilen Kälte, Eis und Einsamkeit. Emil trainiert mit seinen 34 Alaskan Huskies. Fast jeden Tag. Nach 1700 Meilen weiss er, mit welchen 14 Hunden er an den Start gehen wird.
Es ist der 14. Februar. Valentinstag in der Goldgräberstadt Fairbanks, Alaska. Die Trottoirs sind eisig gefroren.
mehr darüber diese Woche in der 'Schweizer Illustrierte'
Link:
SI hompage